Renndress aus ech­ter Fischhaut

Wir ste­hen seit jeher für Spitzenqualität auf dem Teller – und gehen jetzt einen Schritt wei­ter: Gemeinsam mit der FIS und der Aargauischen Technischen Hochschule haben wir einen neu­ar­ti­gen Renndress ent­wickelt, des­sen Oberfläche aus ver­ar­bei­te­ter Fischhaut besteht. Ziel ist es, den Luftwiderstand deut­lich zu redu­zie­ren und so ent­schei­den­de Hundertstel herauszuholen.

April 2026

Im Zentrum unse­rer Entwicklung stand eine ein­fa­che, aber fas­zi­nie­ren­de Frage: Warum bewe­gen sich Fische so effi­zi­ent durchs Wasser – und wie lässt sich die­ses Prinzip nut­zen? Gemeinsam mit Forschenden haben wir die Haut- und Schuppenstruktur ver­schie­de­ner Fischarten ana­ly­siert und ein Verfahren ent­wickelt, um ech­te Fischhaut in einen fle­xi­blen, reiss­fe­sten Hochleistungsverbundstoff zu ver­wan­deln. Als Rohmaterial set­zen wir auf Lachsforellen aus der Fischzucht Bremgarten – die Innovation bleibt damit fest im Aargau verankert.

Lachsforelle aus der Fischzucht Bremgarten

Wie im Wasser, so an der Luft

Die Oberfläche des Rennanzugs besteht aus dün­nen, sorg­fäl­tig gegerb­ten und lami­nier­ten Fischhaut-Panels. Die natür­li­che Schuppenstruktur bleibt gezielt erhal­ten und wird so aus­ge­rich­tet, dass sie den Luftstrom beein­flusst, Turbulenzen redu­ziert und die Luft am Körper ent­lang­führt. Was im Wasser funk­tio­niert, über­tra­gen wir auf die Piste – für weni­ger Widerstand und ein beson­ders grif­fi­ges Fahrgefühl bei hohen Geschwindigkeiten.

Von Anfang an haben wir eng mit Swiss-Ski und Athletinnen und Athleten aus ver­schie­de­nen Schweizer Kadern zusam­men­ge­ar­bei­tet. In zahl­rei­chen Tests wur­den unter­schied­li­che Fischhaut-Konfigurationen geprüft und kon­ti­nu­ier­lich opti­miert – in Bezug auf Bewegungsfreiheit, Gewicht, Feuchtigkeitsmanagement und Robustheit. Unser Ziel ist klar: eine seri­en­taug­li­che Lösung, die vom Europacup bis zum Weltcup ein­ge­setzt wer­den kann.

Auch auf Verbandsebene wur­de das Projekt eng beglei­tet. FIS-CEO Urs Lehmann, unser Nachbar aus Oberwil-Lieli, war in die Entwicklung ein­ge­bun­den und hat die Tests aus Reglement- und Sicherheits-Perspektive beglei­tet. So stel­len wir sicher, dass unse­re Fischhaut-Renndresse nicht nur schnel­ler, son­dern auch regel­kon­form sind.

Für uns ist die­ser Schritt weit mehr als ein Experiment. Wir zei­gen, wie sich unser Know-how aus der Fischverarbeitung und der Nutzung von Nebenprodukten in neue, uner­war­te­te Bereiche über­tra­gen lässt – ganz im Sinne von Innovation und Nachhaltigkeit.