Karfreitag ist der Tag, an dem in den meis­ten Haushalten nur Fisch auf den Teller kommt. Die Firma Bianchi ist deswe­gen im Dauereinsatz.

Seit zwei Uhr morgens wird bei der Firma Bianchi in Zufikon Fisch file­tiert. Am Donnerstag gibt es beson­ders viel zu tun, schliess­lich ist Fisch am Karfreitag beson­ders gefragt. Relaxen an Ostern, das gebe es nicht, sagt ein Arbeiter gegen­über TeleM1, fügt aber an, dass es dafür den Rest des Jahres etwas gemüt­li­cher zu und her gehe.

20 Tonnen Fisch aus aller Welt verkauft der Grosshändler alleine am Donnerstag – drei Mal mehr als an einem durch­schnitt­li­chen Tag. In der hekti­schen Zeit hat jedes Restaurant seine spezi­el­len Wünsche, weiss Luca Bianchi von der Geschäftsleitung: «Die Küchenchefs sind etwas nervö­ser als sonst, man muss noch mehr planen – es ist schwie­rig an Ostern.» Da heisse es ruhig blei­ben und seinen Job machen.

Die Firma Bianchi handelt schon seit dem 19. Jahrhundert mit frischen Lebensmitteln. Die Herausforderung: Der Fisch muss frisch beim Kunden ankom­men. Dafür werden rund 8 Tonnen Eis einge­setzt.

Wie erkennt man aber einen frischen Fisch? Bianchi erklärt: «Ein Indiz sind die feuer­ro­ten Kiemen. Zudem sollte die Konsistenz stim­men, der Fisch muss hart sein. Die Augen müssen glän­zen und schliess­lich sollte der Fisch nach Meer riechen.»

Alle Mitarbeiter arbei­ten in diesen Tagen etwas länger als sonst. «Zehn Stunden Minimum», sagt etwa Chauffeur Mato Sisic. Kaum hat er die Waren in seinen Lieferwagen mit dem Hummer-Logo einge­la­den heisst es auch für ihn: Ab auf die Strasse.

Text: Dominic Kobelt, Aargauer Zeitung